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Hefen sind eine heterogene Gruppe von Pilzen, die ausschließlich oder vorwiegend als Einzelzellen wachsen und nur geringe Zelldifferenzierung zeigen. Die ungeschlechtliche Fortpflanzung erfolgt normalerweise durch Sprossung. Hefen haben große Bedeutung in der Nahrungs- und Genußmittelindustrie
und in der Biotechnologie.
Sie treten aber auch als Verderber von Nahrungsmitteln und Erreger von Mykosen (Hautpilzen) in Erscheinung.
Man unterscheidet:
- Back-Hefe :
- Siehe Abschnitt 1.2
- Bier-Hefe :
- Bei den Bierhefen unterscheidet man obergärige und untergärige
Hefen. Für die Herstellung von Pilsner Bier wird Saccharomyces carlsbergensis, für Weißbier Saccharomyces cerevisiae eingesetzt.
- Futter-Hefe :
- Sie werden auf Substraten vermehrt, die in der Industrie als
Nebenprodukte anfallen (z.B. Sulfitablaugen, Molke)
- Wild-Hefe :
- Als wilde Hefen werden in der Gärungsindustrie
die Hefen bezeichnet, die in Gattung, Art oder Rasse nicht der
erwünschten Reinkultur entsprechen.
- Wein-Hefe :
- Die Weinheferassen der Art Saccharomyces ellipsoides unterscheiden sich untereinander in bezug auf Gärvermögen und Aromabildung z.T. sehr
stark.
Als Hefen werden auch diejenigen festen Stoffe bezeichnet, die sich nach der
Gärung des untergärigen Bieres und des Weines absetzen oder bei obergärigem Bier an die Oberfläche steigen. Der Bodensatz
besteht vorwiegend aus
lebenden und toten Hefezellen. Daneben finden sich in unterschiedlichen Mengen
meist organischer Stoffe wie Eiweiße, Polyphenole, organische Salze u.a. .
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