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Unter den anaeroben Bedingungen der Gärung gewinnt die Hefe nur zwei Moleküle
ATP pro Molekül verbrauchter Glucose, während es bei der aeroben Atmung
theoretisch 38 sein können. Für eine maximale Ausbeute an Zellsubstanz
ist es daher wichtig, daßein hoher Anteil der Glucose veratmet wird.
Daher wurden Verfahren entwickelt, die durch Rühren und Einblasen von Luft
in die Fermantationsansätze eine möglichst optimale Sauerstoffversorgung
der Hefe sicherstellen sollen.
Wegen seiner geringen Löslichkeit
wird nur etwa ein Zehntel des in der eingeblasenen Luft vorhandenen Sauerstoffs
genutzt.
Es stehen heute hauptsächlich drei Belüftungssysteme zur Verfügung:
- Stationärer Röhrenbelüfter :
- Durch Stahlrohre auf dem Fermenterboden
wird Luft eingeblasen, wodurch die Wirkung einer Blasensäule entsteht.
- Begasungs-Hohlrührer :
- Rührer, an dessen Rückseite sich Löcher oder
Schlitze befinden, durch die die Luft in die Maische gesaugt wird.
- Hochleistungs-Rotationsbelüfter :
- Ebenfalls ein selbstansaugender Rührer
mit besonders hohem Wirkungsgrad.
Die Hefevermehrung im Versandhefefermenter wird als Batch-Prozeßbetrieben
und dauert ca. 12 bis 15 Stunden. Danach wird der Fermenterinhalt im Hefeseparator abgeschleudert, die erhaltene Hefemilch mit Wasser mehrmals verdünnt und erneut separiert.
Je nach gewünschter Produktform wird die Hefemilch nun aufbereitet :
- Preßhefe :
- Über Filterpressen oder Vakuumrotationsfilter wird die Hefemilch auf einen Trockenstoffanteil von 27-30% aufkonzentriert. Anschließend
wird die Masse durch eine Strangpresse ausgeformt und abgepackt.
- Aktive Trockenhefe :
- Im Extruder wird Preßhefe zu kleinen Zylindern geformt,
die dann im Wirbelschichtverfahren getrocknet werden.
- Trockenhefe :
- Die Hefemilch wird im Walzentrockner oder in einer Sprühtrocknungsanlage getrocknet, wobei die enzymatische Aktivität verloren
geht, so daßdiese Hefe hauptsächlich als Futtermittelzusatz oder für
diätetische Zwecke verwendet wird.
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